Kleinkalibergewehr:

Schießwart


Peter Hoffmann
Telefon 06101 / 5489200
e-mail

Training

Training: Sonntag 10:00 bis 13:00 Uhr 
Ort: Schießstand am Erlenbach, Am Riedsteg

Sport

Wir sind zur Zeit 10 aktive Schützen und stellen zwei Mannschaften für die Rundenkämpfe, die im Frühjahr beginnen und bis zum Sommer dauern. Das Wettkampfprogramm wird durch die Meisterschaften abgerundet. Im Herbst tragen wir die Vereinsmeisterschaften aus. Die Teilnehmer können bei den Kreismeisterschaften antreten. Sie können sich für die weiterführenden Meisterschaften auf Gau-, Landes- und Bundesebene qualifizieren. Die höchsten Qualifikationen, die wir bisher mit dem KK-Gewehr erzielen konnten, waren die Teilnahme an den Hessischen Meisterschaften.
Das Sportschießen mit dem Kleinkaliber-Gewehr(KK) ist eine olympische Wettkampfsportart. Es wird auf eine Entfernung von 50m und in drei Anschlagsarten ausgeübt. Der Name der Disziplin bezeichnet bereits das verwendete Kaliber, nämlich 5,6mm (.22 lfb). Die zugelassenen Gewehre sind Einzellader, das heißt Gewehre, die vor jedem Schuß von Hand geladen und anschließend wieder entladen werden müssen. Es dürfen Gewehre bis zu einem Höchstgewicht von 8kg eingesetzt werden. Es gibt noch weitere Anforderungen nicht nur an die Waffen, sondern auch an die Ausrüstung, die detailliert in der Sportordnung geregelt sind.

Die Schießscheibe ist in kreisförmige Ringe unterteilt. Die Zehn in der Mitte hat einen Durchmesser von 10,4mm, die Breite der nachfolgenden Ringe beträgt jeweils 8,0mm.

In Deutschland darf mit Kleinkaliberwaffen erst ab dem 16. Lebensjahr geschossen werden, mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten auch ab 14 Jahren.
Im wesentlichen werden zwei Wettkampfprogramme ausgetragen:
Nachfolgend einige Bemerkungen zu den drei Anschlagsarten Liegend, Stehend und Kniend:

Das Liegendschießen
Dem Zuschauer lässt sich kaum etwas Eintönigeres antun.Der Schütze liegt eine halbe Ewigkeit völlig reglos am Boden, in eine unförmige Montur gehüllt, und das Gesicht mit Pappstreifen verdeckt.
Der Schütze erlebt dieses Ereignis jedoch völlig anders. Jede überflüssige Bewegung könnte das empfindliche Gleichgewicht der Spannungen durcheinander bringen. Man konzentriert sich voll auf das innere Gefühl im Anschlag (völlige Muskelentspannung), gleichzeitig müssen Atmung und Zielvorgang mit höchster Konzentration durchgeführt werden. Die Schwierigkeit des Liegendschiessens ist nicht das Ruhighalten an sich, sondern die Konzentration und Muskelentspannung über einen längeren Zeitraum. In diesem Anschlag werden die besten Ergebnisse erzielt (200 von 200 Ringe sind möglich).

Das Stehendschiessen
Der Stehendanschlag ist für viele die anspruchsvollste Stellung. Die Schwierigkeit besteht darin, die Balance zu halten und trotzdem alle Muskeln vollständig zu entspannen. Die kleinste Änderung der Fussstellung, der Hüfte oder des Stützarmes kann erhebliche Auswirkungen auf das Zielbild oder das Ruhighalten haben. Auch unser Körper ist nicht jeden Tag gleich und stellt uns immer wieder vor neue Aufgaben.
Der Stehendanschlag erlaubt viele Varianten. Bein- und Hüftstellung, Kopfhaltung und Auflage auf der Stützhand sind sehr individuell und je nach Körperbau verschieden. Es gibt aber einige Grundsätze, welche beachtet werden sollten.
Die immer wiederkehrenden Probleme sind aber gerade das Reizvolle an dieser Stellung. Wir müssen uns mit unserem Körper und unseren Stärken und Schwächen auseinandersetzen und nach Lösungen suchen. Steigern sich dann aber langsam die Resultate sind Freude und Genugtuung doppelt gross.

Das Knieendschießen
Knieend ist die abschließende Disziplin im Dreistellungskampf. Nur der harte Kern der Dreistellungskämpfer ist mit dem komplizierten Sitz auf der Rolle vertraut. Knieendschiessen ist Gefühlssache und damit eine weibliche Paradedisziplin. Gerade darin hat das Knieendschiessen besondere Reize. Es ist in grösserem Masse von Sensibilität, Rhythmus und Taktik geprägt. Weil es den Kampf beendet, verlangt es zusätzlich Nerven wie Drahtseile. Die Technik des Kniendschiessens beruht eher auf Fingerspitzengefühl als auf Kraft oder Reaktion. Die feine Dosierung der Balance und der Muskelfasern ist wichtiger als Spannung und Stärke.
Geniesser schätzen und fürchten am Kniendanschlag seine Wechselhaftigkeit. Er lässt sich nicht stur einpauken, er lässt sich nicht erzwingen, deshalb ist bei jedem Schuss volle Aufmerksamkeit angesagt. Diese Eigenschaften sind die Herausforderung des Kniendschiessens.



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